Mi Troum

Träume hatte ich schon immer, wie übrigens bestimmt jeder Mensch.
Als kleines Kind in St. Gallen träumte ich von schönen Spielsachen. Und manchmal wurden sie wahr. In der Schule brauchte ich nicht zu träumen von guten Noten und anständigem Betragen.. Die Handelsschule gehörte eigentlich nicht zu meinen Träumen. Aber ich setzte mich dafür ein und erarbeitete mir einen traumhaften Schulabschluss, auf den ich stolz sein konnte.
Ich bin meinen Eltern noch heute dankbar, dass ich anschliessend zur Weiterbildung nach London durfte, und sie mir damit den Traum eines Auslandaufenthaltes ermöglichten. In London hatte ich genug Zeit zum weiterträumen. Wohin geht mein Weg und in welches Traumgebiet würde es mich wohl ziehen? Und siehe da, das Traumgebiet in dem ich landete war Mürren. Auch dort konnte ich wieder Träume ausleben. Ich war in der Trachtengruppe, konnte mich dem Skifahren hingeben und lernte hier meinen Traummann kennen. Mit diesen Träumen lebte ich weiter bis sich der wohl grösste Traum einer Frau erfüllte, eigene Kinder zu haben. Nach zwei Buben ging ein weiterer Traum in Erfüllung, den eines Mädchens in unserer Familie. Während ich auch die Kinder anspornte, ihre Träume zu leben, hatte ich auch selbst andere Träume. Die des Bastelns, Malens, Nähens und im „Kleinen“, verkaufen. Nicht zu vergessen, den Traum vom Curlingsspielen. Mit eisernem Willen und vielem trainieren wurden wir 2004 Schweizer-Meister Breitensport.

Unsere Kinder wurden erwachsen, und ich träumte von einen eigenen Laden. Davon, ein Geschäft zu haben, das ich auf meine Art gestalten, dekorieren und herrichten konnte. Mit dem schon einmal an den Tag gelegten Willen und dem grossen Traum vor Augen, mietete ich ein Lokal, richtete es ein, und erfüllte mir den wohl grössten Traum meines Lebens. Im August 2008 eröffnete ich mein eigenes Geschäft für Wohnaccessoires, Klein-Antiquitäten und Möbel. Umso grösser war die Enttäuschung als ich nach sechs Jahren erfuhr, dass ich das Geschäftslokal wegen Eigenbedarf des Hausbesitzers verlassen musste. Mein Traum drohte zu Ende zu gehen, das wollte ich nicht zulassen! Mit viel Glück fand ich das Lokal am Mühleweg, wo Sie mein Geschäft seit dem 17. Januar 2015 finden. Und der Traum wurde noch grösser, noch schöner. Mit mehr Ladenfläche kann ich meine Angebote noch ansprechender präsentieren.

Ich danke vielen ganz speziellen Personen von Herzen für ihre traumhafte Hilfe bei verschiedenen Gelegenheiten, der Vermieterin für die tolle Lokalität und meinem Bruder und seinem Compagnon für die musikalische Begleitung bei meinen Anlässen.

Yvonne Affentranger

 


Portrait Yvonne Affentranger